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Bahnradsport

Bahnradsport kurz erklärt !
 
Die Bahn-Disziplinen
 
Sprint
 
Der Sprint wird in Turnierform ausgetra­gen, die Paarungen der ersten Runden werden in einer Qualifikation über 200 Meter ermittelt. Er ist die älteste noch be­triebene Radsportdisziplin. Die ersten Weltmeister wurden bereits 1893 in Chica­go, USA, ermittelt. Der Sprint ist der klas­sische Kurzzeit-Wettbewerb über eine Dis­:anz von zirka drei Runden. Die Zeitmes­sung erfolgt über die letzten 200 Meter. Sprinter benötigen Kraft und Schnellig­keit. Die Schlüsselrolle spielt jedoch die  Taktik. Zu beobachten ist zwischen den Kontrahenten ein Katz- und Mausspiel, bei dem jeder versucht den Gegner zu überlis­ten, ihn zum Handeln zu zwingen. Plötzli­che Tempowechsel, Stehversuche und Fin­ten sind typische Aktionen.
Zeitfahren 1.000 m und 500 m
 
Mit einem kraftvollen Antritt nach stehen­dem Start müssen Zeitfahrer möglichst schnell ihr Maximalgeschwindigkeit errei­chen. Das spezielle Ausdauervermögen and ein akkurater Tritt sind für die Fahrzeit entscheidend. Die Taktik spielt eine unter­geordnete Rolle. Das 1000-Meter-Zeitfahr­en der Männer, auch der „Olympische Kil­ometer" genannt, ist traditionell die erst­e Entscheidung eines Bahn-Turniers. Die Frauen und der Nachwuchs müssen 500 Meter bewältigen.
 
Keirin
 
Keirin ist eine aus Japan stammende Kampf-Variante des Olympischen Sprints. Eine recht junge Disziplin , die sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickel­te. Keirin-Rennen werden mit jeweils acht Teilnehmern über eine Distanz von zirka 2000 Meter gefahren. In den ersten Run­den (1400 Meter) fährt ein Derny-Fahrer vor dem Feld, der es an eine Geschwindig­keit von 35 bis 42 km/h heranführt. Hin­ter dem Führungsfahrzeug suchen die Rennfahrer, die für sich günstigste Positi­on. Etwa 600 Meter vor dem Final verlässt der Schrittmacher die Bahn und der ei­gentliche Finalkampf setzt ein. Stärke, Mut und Durchsetzungskraft sind im Keirin ge­fragt.
Olympischer Sprint  (Mannschaftssprint)
 
Der Olympische Sprint ist ein Mannschafts-­Wettbewerb. Zwei Teams aus jeweils drei Fahrern treten gegeneinander an. Der Startfahrer hat die Aufgabe, die Mann­schaft in seinem Windschatten schnell auf eine hohe Geschwindigkeit zu beschleu­nigen. Nach einer Bahnlänge scheidet der führende Fahrer aus und verlässt die Bahn. Der zweite Fahrer führt ebenfalls nur eine Runde und überlässt dem letzten Fahrer das Finale. Die Zeit wird gemessen, wenn der dritte Fahrer die Ziellinie überquert. Der führende Fahrer darf nicht vor Voll­endung der Bahnrunde abgelöst werden und nie länger als eine Runde plus 30 Me­ter in Führung bleiben.
Einerverfolgung  4000 und 3000 Meter
 
Die lange Distanz macht diese Disziplin klar zu einer Sache für Ausdauer-Spezia­listen. Verfolgungsrennen werden nach Turnierform entschieden und es gilt das KO-Prinzip. Ziel der Verfolgung ist die schnellste Zeit zu fahren. Es kommt vor, dass ein Fahrer den anderen einholt. Neu im Reglement ist, dass der überrundete Fahrer nicht mehr ausscheiden muss. Er darf im Rennen bleiben, sich aber nicht zurückrunden und muss einen Zehn-Me­terabstand zum Konkurrenten einhalten. Im Einerverfolgungs-Rennen kommt es auf die richtige Taktik an. Die individuel­le Entscheidung, nach dem Start oder erst im Endspurt schnell zu fahren, macht für den Zuschauer diese Rennvariante beson­ders attraktiv.
Punktefahren
 
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Punktefahren wird nach fliegendem Mas­senstart ausgefahren. Es ist ein Rennen mit Zwischensprints, bei dem Mut, fah­rerisches Können, Übersicht, Antrittsge­schwindigkeit aber auch Ausdauerver­mögen zählen. Die Wertung wird jeweils nach Intervallen von 2000 Metern abge­nommen. Nur die ersten vier Fahrer kön­nen Punkte einfahren (5, 3, 2, 1). Bei Halb­zeit- und Schlusswertung werden jeweils doppelte Punkte vergeben. Gelingt einem pder mehreren Fahrern eine Uberrundung, zählt „Runden- vor Punktgewinn Sind zwei oder mehrere Fahrer am Schluß runden- und punktgleich, zählt die Anzahl  der gewonnenen Wertungen, sind auch die gleich, entscheidet die bessere Platzierung  in der Schlusswertung.
Zweier Mannschaftsfahren
 
Das Zweier-Mannschaftsfahren hat seinen Ursprung bei den Sechstagerennen, die ab 1899 im New Yorker Madison Square Gar den ausgetragen wurden. Deshalb nenn man es gern auch das „Madison". Gefah ren wird über eine Distanz von 60 Kilometern. Nur ein Fahrer des Zweierteams befindet sich im Rennen, der andere ist bi­s zur Ablösung neutralisiert und befährt die  Bahn nur langsam. Die Ablösung erfolgt üblicherweise mit einem Schleudergriff Ziel ist es, möglichst viele Runden zu ab solvieren und zu gewinnen. In festgelegten Intervallen werden Punktewertungen abgenommen (5, 3, 2, 1). Wie schon beim Punktefahren gilt die Regel „Runden- und  Punktegewinn".
Mannschaftsverfolgung
Die 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung ist die Königsdisziplin des Bahnradsports Vierleistungsstarke Einzelkönner müsse harmonisch abgestimmt  zusammenfahren. Nicht selten hat hier der richtige Riecher und die Erfahrung eines Trainers großen Anteil am Erfolg. Das extreme Fahrer am Hinterrad, bei dem der Windschatten des Vordermannes zum Kraftsparen genutzt wird, und die Ablösung des Führungsfahrers jeweils in den Kurven nach einer halben oder ganzen Runde machen einen guten Bahnvierer aus. Jeweils zwei Teams fahren gegeneinander, gestartet wird auf der gegenüber liegenden Geraden. Für die Zeitmessung zählt der dritte Fahrer, der vierte Fahrer muss also das Ziel nicht erreichen. Wird ein Vierer jedoch zu früh "gesprengt" ist ein Sieg fast unmöglich.

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Publiziert am: Montag, 24. Oktober 2005 (2944 mal gelesen)
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